HumanDesign

Hier finden Sie einige Beispiele für den ersten, kurzen Überblick über das Design eines Menschens. Die Tiefe der Aussagen sind praktisch unbegrenzt, am Beginn steht aber immer Typ, Strategie und innere Autorität - der 'Rest' ergibt sich als Folge daraus praktisch von selbst. Aber natürlich ist es höchst interessant den Prozess beobachten und verstehen zu können - was mit Hilfe der Human Design Analsysen möglich ist.

 

Claudia Schiffer  - Marie Luise Kreisz


Claudia Schiffer ist ein manifestierender Generator. Ihre Strategie heißt Warten, bis sie reagieren kann auf Lebenssituationen und Fragen, die auf sie zukommen.
Ihre besondere Begabung wird von außen erkannt. Deswegen werden ihr immer wieder Gelegenheiten offeriert, auf die sie antworten kann.
Bei wichtigen Entscheidungen sollte sie sich jedoch stets Zeit lassen, und sich auch ruhig mehrmals fragen lassen, da es für sie keine Wahrheit im Jetzt gibt, obwohl sie einen direkten Zugang zu ihrer intuitiven Wahrnehmung hat. Als emotionaler Mensch sollte sie sich mehrere Eindrücke von einer Situation oder von einem anderen Menschen machen, bevor sie zu einer endgültigen Entscheidung kommt. Wenigstens sollte sie Entscheidungen eine Nacht überschlafen.

Claudia Schiffer ist ein Naturtalent darin, sich augenblicklich über ihren Instinkt körperlich auszudrücken. Das ist ihre ganz eigene, individuelle Sprache, die gesehen wird und zu Angeboten führt.
Da sie betont individuell veranlagt ist, kennt sie das Thema der Melancholie; diese ist der Antrieb für ihren kreativen Ausdruck. Schiffer braucht auch immer wieder den Rückzug und ihren eigenen Bereich.
Das Alleinsein fällt ihr leicht.
Andererseits hat sie eine starke Betonung im Gemeinschaftlichen. Sie ist ein Gruppen- und Familienmensch und verfügt über ein Netzwerk von Freunden, die ihr persönliche und berufliche Gelegenheiten anbieten.
Zum einen vermag sie durch ihr Beispiel andere Individualisten in deren Eigensein zu bestärken, was letztlich die Gesellschaft verändern kann und zum anderen zählen für sie die gegenseitige Unterstützung in Familie und Gemeinschaft. Sie ist dazu in der Lage, ihren individuellen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten.

Schiffer hat jederzeit Zugang zu ihrer vitalen Körperkraft, zu ihren Emotionen und zu ihrer Ich-Stärke, sowie zu ihrer Intuition und ihrer individuellen Ausrichtung im Leben. Dazu braucht sie keinen anderen Menschen. Diese starken Anlagen machen sie relativ unabhängig von außen.

Mit dem offenen mentalen Bereich hat sie die Neigung, sich Sorgen und Gedanken über Dinge zu machen, die mit ihrem Leben nichts zu tun haben. Damit kann sie sich unnötig belasten. Auf der anderen Seite ist sie dadurch offen für Inspirationen jeglicher Art.

Der offene Verstand deutet darauf hin, dass sie praktisch alles lernen könnte, sobald sie sich dafür öffnet. Hier ist sie die Intellektuelle. Sie zog anfangs das Jura-Studium dem Model-Beruf vor.

Das offene Wurzel-Zentrum kann dazu verleiten, Dinge möglichst schnell erledigen zu wollen. Hier kennt sie das Lampenfieber, das sie jedoch angesichts eines begeisterten Publikums zur Höchstform auflaufen lassen kann.

Sie hat das Potential, ihre Zuschauer zu beeinflussen und zu bestärken, selber ausgefallene Kleidung zu tragen und zu kaufen.
Schiffers lange und erfolgreiche Karriere als Top-Model sind kein Zufall, wenn man ihr Chart anschaut.
Jetzt fungiert sie als ideale Werbeikone in der Rolle von Mutter und Ehefrau. Das nimmt ihr jeder ab auf Grund ihrer starken Anlage als Familienmensch.
Claudia Schiffer ist ein freundlicher und freundschaftlicher Mensch mit dem tiefen Bedürfnis nach Privatsphäre und was sie macht, zieht sie kraftvoll und mit großer Standfestigkeit durch.

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J.R. R. Tolkien - Linda Köhler

Der erste Blick richtet sich auf die Zentren, das ist sozusagen der erste Einstieg und Zugang, den man zu einem Chart finden kann. Dabei sieht man auf den ersten Blick bereits etwas sehr Wesentliches. Wo ist Tolkien offen und wo ist er definiert.
Es gibt  4 offene und 5 definierte Zentren. Die Art, wie die definierten Zentren miteinander verbunden sind, zeigt uns, dass Tolkien Manifestor war. Der Manifestor ist ein Energietyp, der aus sich selbst heraus, aus eigener Kraft, handeln kann. Er gilt als unkontrollierbar und wird daher als Kind schon für seine Handlungen oft bestraft. 
Vom Nicht-Selbst her ist der Manifestor daher ein von Zorn geprägter Mensch, zornig auf die Welt und auf sich selbst, weil er nicht genug Einfluss nehmen kann, ohne dafür bestraft zu werden.

Die Zeit in der Tolkien geboren wurde, war ganz sicher nicht geschaffen für Manifestoren mit überwiegend individuellem Charakter. Tolkien hat im Chart 4 individuelle Definitionen. Individuelle Menschen wollen als einzigartig angesehen werden, ihre Kreativität leben und nicht im Strom des Kollektivs mitschwimmen.

Tolkien war 22 Jahre alt, als der 1. Weltkrieg begann und er kehrte 1916 schwer erkrankt von Frankreich nach England zurück. Einige Biografien sprechen davon, dass er mit den Umständen um sich herum nicht fertig geworden sei.

Durch den Blick auf die Zentren sieht man auch, wo er seine stärksten Konditionierungen erfahren hat. Tolkien hat ein offenes Ajna-Zentrum und Kopf-Zentrum. Das Denken seiner Zeit hat ihn stark beeinflusst und es wurde erwartet nach gewissen Konzepten zu leben und handeln zu müssen, die nicht seine Konzepte waren. Andererseits hat ihm dieses offene mentale Feld ermöglicht, die vielfältigen und phantastischen Bilder in seinem Kopf zu Geschichten zu kombinieren, die bis in unsere Zeit nachwirken.
Das offene Herz-Zentrum wollte Versprechungen machen und Ziele setzen, die er dann nicht halten konnte, was den Zorn des Manifestors oft noch verstärken kann. 

All das deutet darauf hin, dass er sich ein Ventil für seine Energien gesucht hat und das fand er zweifellos in der Definition zwischen seinem Milz und Kehl-Zentrum, dem Kanal des Talents. Diese Definition ist bei Tolkien in der Hauptsache unbewusst. Tolkiens Talent zu schreiben und sich auf diese Weise mitzuteilen, entstand aus dem Unbewusstem heraus. Dieses Talent hatte einen ungeheuren Antrieb sich zu manifestieren, weil es durch den Motor der Emotionen und des Wurzelzentrums, einem der stärksten Antriebe für unser Überleben, verbunden ist.

Tolkien war ein emotionaler, stimmungsabhängiger Mensch, der zwischen Höhen und Tiefen der Gefühle hin und hergerissen war. Emotionen bestimmten sein ganzes Wesen und waren die Autorität in seinem Leben. Wenn Emotionen die Autorität im Chart zeigen, dann ist es immer wichtig, nichts vorschnell zu entscheiden oder für den Manifestor vorschnell zu handeln. Das ist Tolkien sicher nicht leicht gefallen, diese Energien zu zügeln. So war das Schreiben für ihn gewiss ein Weg etwas zu manifestieren und seine Manifestorenergie zu zeigen.   

Seine Definitionen sind in der Mehrzahl individuell, das heißt, dass er ein Mensch war, der das Potential hatte, verändernd zu wirken und außergewöhnlich zu sein. Verbunden mit dieser Individualität waren auch Melancholie und depressive Stimmungen aber gleichzeitig auch die Möglichkeit sehr kreativ zu sein. Seine Identität und Richtung im Leben fand er durch seinen Rückzug aus der Welt heraus (Tolkien schrieb seine Bücher nur Nachts). Hier hatte er seine kreativsten Phasen. Hier kombinierte und verarbeitete er die Bilder der Welt in der er lebte, die in prägten und kombinierte daraus seine individuellen und einzigartigen Geschichten.

Wenn man sein Profil anschaut, so sieht man den Voyeur, den Beobachter den Opportunisten, für den Freunde wichtig waren, der aber im Alleinsein seine Kreativität ausdrücken konnte. Dieser Beobachter fand einen sehr individuellen Weg sich mitzuteilen und andere mit seinen Geschichten anzustecken.

Die Beschreibung Tolkiens liefert einen kurzen Überblick darüber, was ein persönliches Reading leisten kann. Das Wesen eines Menschen ist immer eine Mischung aus Nicht-Selbst und Selbst und die Feinheiten und Schwerpunkte lassen sich im  ausführlichen Reading detailliert besprechen. 

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 Karl Valentin - Ilse Sendler

 

Alle angeschnittenen Punkte eines Überblicks werden in einem Reading ausführlich behandelt und erklärt, die Tiefe, in die man mit dem Human Design System vordringen kann, ist praktisch unbegrenzt.

Karl Valentin war ein manifestierenden Generator. Seine Strategie war also zuerst einmal das Warten, das Reagieren auf äußere Fragen und Umstände. Durch den völlig unbewussten manifestierenden Anteil (Charisma), tendierte er dazu, vorschnell zu agieren und immer wieder Dinge auszulassen. Verstärkt durch eine große Offenheit und Verletzlichkeit auf der emotionalen Ebene, war Versuch und Irrtum für ihn das große Lernthema seines Lebens. So ein Kind für Fehler zu bestrafen, ist eine echte Verletzung und Negierung seines immensen Potentials. Von außen stand er in einem Feld der ständigen Erwartungen – Perfektion und praktische Lösungen wurden sicher öfter gefordert, als er sie liefern konnte. Drei der vier Hauptthemen (Kanäle) seines Designs sind individuell, ein wahrer Freak also, der viele Voraussetzungen mitbrachte, die Gesellschaft zu verändern. Individualität ist aber immer auch mit Melancholie verbunden – der große Komiker war ein zutiefst melancholischer Mensch. Erst diese Eigenschaft hat sein kreatives Potential zum Vorschein gebracht, Kreativität braucht Rückzug und Alleinsein, braucht dunkle Stimmungen, um sich entfalten zu können.

Im offenen Milz-Zentrum (Intuition) finden wir die Auseinandersetzung mit dem Thema Autorität. Grundsätzlich konservativ eingestellt, ist hier eine unbewusste Angst vor Autorität angelegt, die in jedem Arbeitsverhältnis zum Ausdruck gekommen ist. Für seine Gesundheit wäre eines der Hauptthemen gewesen, sich für das Auskurieren von kleinen und größeren Krankheiten reichlich Zeit zu nehmen – für einen "Energie-Typ", der immer den Druck von Erwartungen verspürt, kein leichtes Unterfangen.

Das offene Wurzel-Zentrum deutet darauf hin, wie viel Energie und Freude ihm ein jubelndes Publikum beschert hat. Seine potentielle Fähigkeit sich auf Provokation zu konzentrieren, wurde damit zu Höchstleistungen getrieben.

Ein gänzlich offenes Ego hat ihn lebenslang dazu getrieben, Versprechen abzugeben, die er dann oft nicht einhalten konnte. Mit diesem Design ist einer der wichtigsten Ratschläge: Versprich nichts! Mach nicht die Arbeit anderer! Achte auf ausreichende Erholung!

Sein Ausdruck, seine Sprache, kam in erster Linie aus der körperlichen Ebene. Er war imstande, Dinge augenblicklich umzusetzen, rasch auszudrücken, lange bevor der komplexe Verstand mit einer Analyse hinterher kam. Darin bestand auch in großem Maße sein individueller, richtungsweisender Beitrag für die Gesellschaft. Der Ausdruck seiner Gedanken, Erklärungen für seine Verwirrung und Antworten auf die vielen Zweifel, waren ihm nicht so leicht möglich und benötigten immer die Anwesenheit und die Fragen anderer. Das Ergebnis war dann oft ein völlig individuelles Verstehen der Rätsel und Geheimnisse des Lebens, was auch wieder schwer mit anderen zu teilen ist. Durch seinen ungewöhnlichen Beruf hat er sich eine perfekte Möglichkeit geschaffen, anders als die anderen sein zu können, was er wirklich in hohem Maße war.

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